Komponist: Friedrich Hollaender

Friedrich Hollaender (* 18. Oktober 1896 in London; † 18. Januar 1976 in München) war ein deutscher Revue- und Tonfilmkomponist, Kabarettist und Musikdichter.

 

Text:

Schon als Mädel war ich immer so erregt,
lag was da, was einer achtlos hingelegt,
immer gab’s mir durch den Körper einen Riß,
Und dann stahl ich einmal das und einmal dies;
ach, ich stahl schon meinem Vater das Gebiß.
Ja, ich stahl ohne Wahl, ganz egal.
Ja, ich stahl und stahl, und war es selbst aus Stahl.
Ob ich’s brauchen konnte, fiel nicht ins Gewicht;
ich stahl auch Busenhalter, was ja für mich spricht,
denn damals hatte ich noch keinen Busen nicht!
Und das gibt mir ein Gefühl, wie soll ich sagen…
im Magen, im Magen, im Magen.

Ach, wie mich das aufregt!
Ach, wie mich das aufregt!
Ach, ich kann’s nicht sehn, wenn wo was steht:
Ich muß es haben, haben, haben, haben, haben, haben, haben, haben!
Ach, und was ich mause,
kaum hab ich’s zu Hause,
wird mein Kopf so dumpf und schwer,
ich bin gar nicht sinnlich mehr,
Und ich schmeiß‘ den ganzen Dreck — weg!

Kurz: es treibt mich, was zu klauen mit Gewalt.
Selbst vor Bechstein-Flügeln mach ich nicht halt!
Ach, wie süß, wenn ich erwischt werd‘ mittenmang!
Und ich brauch auch nicht zur Angelagtenbank;
denn ich bin ja verrückt, Gott sei Dank!
Nach jeder Zuckerzange, die mir nicht gehört,
werde ich von blinder Leidenschaft verzehrt.
Geht ’ne Frau wo und es hängt ein Gatte dran,
sag ich gleich: Gnädige Frau, ich fleh‘ Sie an,
ach, verstecken Sie, ach, verstecken Sie ihren Mann!
Denn ich hab’s schon wieder so, wie soll ich sagen…
im Magen, im Magen, im Magen.

Ach, wie mich das aufregt!
Ach, wie mich das aufregt!
Ach, ich kann’s nicht sehn, wenn wo was steht:
Ich muß es haben, haben, haben, haben, haben, haben, haben, haben!
Ach, und was ich mause,
kaum hab ich’s zu Hause,
wird mein Kopf so dumpf und schwer,
ich bin gar nicht sinnlich mehr,
Und ich schmeiß‘ den ganzen Dreck — weg!