Autsch- Das tat weh!

Ich versuche krampfhaft den Applaus in meinem Ohr zu hören, nachdem mein Vorredner seinen Vortrag gehalten hat.

Betretene Stille im Publikum.

Gut – wenn man schläft, kann man nicht klatschen.

Wie du erfolgreich vorträgst?

Einer der schon früh wusste wie es geht war der römische Politiker Marcus Tullius Cicero. Seine Überzeugung war:

Reden lernt man durch reden.”

Nutze die Macht deiner Stimme!

Wenn deine Powerpoint-Präsentation noch so beeindruckend ist und die Inhalte vom Hocker reißen – ohne eine überzeugende Stimme erreichst du dein Publikum nicht.

Worauf solltest du also achten?

Hier habe ich 11 wichtige Tipps und Hinweise zusammengefasst, wie du deine Stimme wirkungsvoll einsetzen kannst:

1. Atmung:

Bevor wir überhaupt über die Stimme an sich sprechen, widmen wir uns einem noch wichtigeren Thema: Der Atmung.

Denn es gilt der Grundsatz: Nur wer gut atmet, kann auch gut sprechen.

Gerade in der Nervosität vor oder während eines Vortrags tendieren wir dazu, sehr flach und schnell zu atmen.

Dies erzeugt eine gepresste Stimme und verschlechtert die Qualität deines Vortrags. Um eine Flachatmung zu vermeiden solltest du vor deinem Vortrag mehrmals tief ein- und ausatmen.

Achte bewusst auf die Pause zwischen dem Ein- und Ausatmen. Du gewinnst Ruhe und kannst damit einen überhasteten Einstieg in deine Rede verhindern.

2. Pause, Pause, Pause:

Der Schriftsteller Mark Twain sagte: „Das richtige Wort mag effektiv sein, aber kein Wort war jemals so effektiv wie eine richtig gesetzte Pause.“

Und diese Weisheit gilt heute noch genauso!

Platziere bewusste Pausen hinter deinen wichtigsten Aussagen.

Mit den Pausen in deiner Rede wirst du unter anderem deine Nervosität in den Griff  bekommen, deinem Faden folgen können und Kontrolle über deinen Vortrag behalten.

Außerdem geben sie deinem Publikum die Chance, die Informationen besser zu verarbeiten.

 3. Zeige Haltung:

Deine Körperhaltung hat sehr großen Einfluss auf deine Wirkung. Jemand, der sich schlaff und träge bewegt, lässt die Stimmung beim Publikum sinken.

Setzt du deine Bewegungen und Körpersprache bewusst, gekonnt und gezielt ein, wirkt sich das automatisch positiv auf deine Stimme aus. Eine offene, gerade Haltung sorgt zum Beispiel für einen guten Resonanzkörper und damit auch für einen bessern Klang.

!!!Achtung vor zu viel Bewegung:!!!

Wildes Gestikulieren macht deine Zuhörer nervös und lenkt vom Inhalt ab.

4.  Deutliche Aussprache:

Das mag selbstverständlich klingen, ist es aber nicht.

Eine deutliche Aussprache ist das A und O, damit deine Zuhörer dich gut verstehen. Nervosität und Unsicherheit kann dazu führen, dass wir einzelne Wortteile verschlucken oder „nach innen“ sprechen.

Achte deshalb darauf deutlich zu sprechen,  den Mund gut zu öffnen und deine Lippen zu bewegen. Nur so versteht dich dein Publikum und folgt dir.

5. Übung macht den Meister :

Manche Menschen haben ein grandioses Entertain-Rede-Talent.

Du nicht?

Kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Dann geht`s dir so wie den meisten, denen die Düse geht, wenn sie vor einer Gruppe sprechen sollen.

Gutes Auftreten, lebendige Unterhaltung und Reden halten kann jeder lernen.

Nutze die Zuhörerbereitschaft deiner Familienmitglieder oder Freunde aus. Diese sind dir schon mal wohlgesonnen und geben ein Feedback. UND je mehr du vor ihnen übst, desto besser hast du deine Aufregung im Griff.

Nutze dein Handy und filme dich beim Übungsvortrag. Ein Video ist schonungslos ehrlich. Durch das Wahrnehmen auf Zuschauerebene erkennst du wie deine Präsentation auf das Publikum gewirkt hätte. Dabei siehst du objektiv, welche Aspekte noch zu verbessern sind.

6. Lautstärke:

Wer zu leise spricht, verlangt unbewusst von seinen Zuhörern, dass sie sich sehr stark konzentrieren müssen und irgendwann die Aufmerksamkeit verlieren.

Zu lautes Sprechen oder sogar Schreien lenkt dein Publikum vom Inhalt ab.

Finde die richtige Lautstärke!

Wenn du Mikrofon ein benutzt, frag deine Zuhörer, ob man dich gut verstehen kann. Dies ist auch eine sehr gute Möglichkeit, Kontakt mit deinem Publikum aufzunehmen.

7. PowerPoint ist nur Unterstützung, nicht Hauptdarsteller:

Viele Präsentationen werden mit PowerPoint durchgeführt. Leider ist aber bei solchen Präsentationen PowerPoint der Hauptdarsteller und nicht der Vortragende. Der gesamte Text steht auf den Folien und wird meistens einfach nur abgelesen.

Oder es sind so viele Stichpunkte auf einer Folie, dass das Publikum sich nur auf das Lesen der Folien konzentriert und dem Vortragenden gar nicht erst zuhört.

  • Wenn du PowerPoint benutzt, solltest du maximal 3 wichtige Aussagen auf eine Folie packen.
  • Weiße Schrift wird auf schwarzem Hintergrund am besten wahrgenommen. So sicherst du dir deine Aufmerksamkeit.

Noch besser ist es hauptsächlich mit Bildern und Visualisierungen wie z.B. Diagrammen zu arbeiten.

Bitte dreh dich nicht ständig zur Leinwand. Damit vernachlässigst du dein Publikum und verlierst den Augenkontakt.

Wenn du also PowerPoint & Co. nicht verzichten möchtest, schaue immer nur kurz auf die Folien, nutze den Blick auf dein Laptop und die investiere die überwiegende Zeit ins Publikum.

8. Füllwörter:

„Äääähm …“, „Sooo ….“ oder „Ohhh …“

hören wir öfter von Rednern. Solche Füllwörter nutzen wir unbewusst. Trotzdem wirken sich diese meist negativ auf deine Präsentation aus. Wenn du es schaffst, dann vermeide sie, damit dein Publikum aufmerksam bleibt.

9. Das Publikum – dein Freund:

Aufgrund von Lampenfieber und Angst vor dem Aufritt vergessen wir oft einen ganz wichtigen Aspekt:

Die meisten Menschen im Publikum WOLLEN dir zuhören!

Im Beruf, bei einem Meeting, im Privatleben bei einer Geburtstagsfeier oder einer Hochzeit herrscht eine positive Grundstimmung, die du nutzen solltest.

Nimm Kontakt zum Publikum auf.

Schaffe Interaktion: Stell eine Frage und lass 2-3 Zuhörer zu Wort kommen. Wie sieht es mit der Zuschauermeinung zu einem bestimmten Thema aus?  All diese Möglichkeiten schaffen eine Verbindung zwischen dir und deinem Publikum und sorgen dafür, dass deine Präsentation ein Erfolg wird.

 

10. Vorbereitung:

Gute Vorbereitung ist alles – keine Vorbereitung ist nichts!

Diese Satz fasst den wichtigsten Grundpfeiler einer guten Präsentation zusammen. Nimm dir genügend Zeit, um sowohl Inhalt als auch die Art und Weise der Präsentation vorzubereiten.

Überprüfe vorab die Räumlichkeiten. Herrscht eine angenehme Atmosphäre? Sind genügend Sitzplätze vorhanden? Wie sind das Licht und die Akustik?

All diese Faktoren beeinflussen den Erfolg erheblich.

11. Deine Stimme klingt einzigartig!

Viele Männer hätten gerne eine durchdringende Stimme wie Bruce Willis sowie sich ein paar Frauen ein Bauchkribbel-Timbre wie Dana Scully aus „Akte X“ wünschen würden.

In der Realität steht uns „nur“ unsere Stimme zur Verfügung.

Kein Grund zur Resignation.

Jeder Stimme ist individuell und lässt sich trainieren.

Sei dir bewusst, dass wohlklingende SprecherInnen oft jahrelang trainiert haben, um diese Wirkung zu haben. Sicherlich spielt auch die Vererbung eine Rolle, aber mit Übung und Ausdauer, kann fast jeder seine Stimme verbessern.

Meine Tools sind dein Hebel, um deine Redeperformance zu verbessern.

Werde zum Rede – HERO!

Oder hast ewig Zeit?

Wenn du an meinen WARM-up  für deine Stimme interessiert bist, dann hol dir meinen Kurs:

Sei deine Stimme!