„Bist DU IRRRRREEEEE!!!!!“

brüllt mich Simones Stimme aus dem Handy an.  Ein paar Sekunden später und Ihre Stimme überschlägt sich, bricht- es ist ein einziges Donnerwetter zu hören!

Da brauchst Du kein Psychologe zu sein, um zu erkennen, dass Sie echt sauer ist.

Wusstest du, dass sich alle deine Launen und Charakterzüge in deiner Stimme widerspiegeln?

Du kannst dein Gesicht verziehen, ein Lächeln vortäuschen, aber deine Stimme ist und bleibt unbestechlich ehrlich.

Sie verrät viel mehr als uns bewusst ist – und trotzdem spielt sie im alltäglichen Leben immer noch eine Nebenrolle. Tatsächlich ist deine Stimme ein wichtiger und zuverlässiger Indikator, um z.B. zu bestimmen, wie du dich gerade fühlst und was dir möglicherweise durch den Kopf geht.

Bist du verärgert oder entspannt, traurig oder fröhlich sind, deine Stimme verrät es, ob wir wollen oder nicht.

An diesen 5 entscheidenden Eigenarten erkennst du, warum deine Stimme überhaupt so viel von deiner Seelenlage preisgibt und was du dagegen unternehmen kannst:

1. Der Ton macht die Musik

Deine Stimme und deine Art zu sprechen entscheidet maßgeblich, wie uns andere Menschen wahrnehmen. Wenn du eine neue Bekanntschaft machst, verschaffst du dir innerhalb weniger Sekunden einen ersten Eindruck. Ist dir die Person sympathisch und attraktiv? Wirkt sie vertrauensvoll oder sollten wir lieber Abstand nehmen? Dabei spielen viele verschiedene Faktoren eine bedeutende Rolle, ganz besonders wichtig:

Unsere Körpersprache und die Stimme.

Helle Stimmen werden besonders von Babies bevorzugt.

Jeder der mit einem Baby spricht setzt automatisch seine helle Obertonfrequenz ein.

Kennst Du Frauen die gerne hell und ein bisschen wir „Kleine Mädchen“ reden z.B. Verona Poth, diese signalisieren nach außen- dass sie Schutz suchen. Das muss nicht mal absichtlich sein, sondern kann auch schlichtweg aus der Familie übernommen worden sein.

Also wichtig: Jede Stimmlage, Frequenz und Artikulation sollten bewusst eingesetzt werden.

2. Jede Stimme ist einzigartig

Deine Stimme ist wie dein Fingerabdruck – beide gibt kein zweites Mal auf dieser Welt. Sie ist einzigartig.  Lausche der Stimme eines Menschen und du bekommst direkt Hinweise über das ungefähre Alter, Geschlecht und die Herkunft des Sprechers. Dazu bekommen wir auch deine Gefühlslage mittransportiert. Bist du traurig klingt deine Stimme weicher, zerbrechlicher. Bist du den Tränen nah, kannst du kaum weitersprechen.

3. Stimme verrät Charakterzüge

Wir haben keine Wahl. Sobald die ersten Laute unsere Lippen verlassen, bieten wir unserem Gegenüber auch einen Einblick in unser Seelenleben. Bist du eher schüchtern oder draufgängerisch? Ein geselliger lauter Mensch oder zurückhaltend? Die Stimme verrät es. Wenn wir  schüchtern sind, reden wir z.B. meist leise, monoton und bedacht. Bist du der Draufgänger, klingst du voll, schnell…

4. Emotionen und ihr Einfluss auf die Stimme

Auch wenn jeder Mensch mit einer einzigartigen Stimme ausgestattet ist, variiert unsere Stimme je nach Gemütszustand. Jedes gesprochene Wort vermittelt eine Emotion. Die Stimme hängt nämlich von vielen physischen und psychischen Faktoren ab.

Wenn du beispielsweise gestresst und aufgeregt eine wichtige Präsentation hältst, wird deine Stimme vermutlich anders klingen als wenn du entspannt und relaxt mit einem Freund sprichst. JA du ringst öfter nach Atem, durch Lampenfieber sprichst du automatisch höher und schneller.

5. Warum lassen sich Emotionen so schwer verbergen?

Unsere Stimme besteht aus einem komplexen Zusammenspiel zwischen Stimmfarbe, Tonlage, Lautstärke, Sprechmelodie. Dabei spielen Atmung und Muskelspannung eine große Rolle, weshalb es eine Menge Übung erfordert, deine Stimme wirklich im Griff zu haben. Emotionen und Gefühle lassen sich in unserer Stimme kaum verbergen und beeinflussen unsere Stimme maßgeblich – doch häufig sind wir uns dessen gar nicht bewusst.

Je nachdem, was wir fühlen, passen wir unsere Sprechweise entsprechend an, unsere Lautstärke, Intensität und Tonhöhe und Sprechtempo verändern sich. So hat jede Emotion bestimmte Merkmale, die sich mit ein wenig Übung leicht erkennen lassen.

Folgendes Beispiel: Stell dir vor, dein Kollege schreit dich an und du wirst wütend. Dein Puls steigt, deine Atmung verändert sich und dein Körper verkrampft sich. Deine kompletten Muskeln spannen sich an, auch die Kehlkopfmuskeln. Wenn du jetzt sprichst, ist deine Stimme gepresster, höher und die Wörter platzen nur so aus dir heraus. Auch deine Aussprache wird deutlicher. Genau das Gegenteil passiert, wenn du traurig bist. Du verlierst an Körperspannung, sprichst langsam, mit gedämpfter und monotoner Stimme oder nuschelst nur so vor dir her.

Notlösung: Auf die Atmung achten

Wer Nervosität, Stress, Ärger oder ähnliche Gefühle spürt, diese nicht offenbaren möchte und schnelle Abhilfe benötigt, sollte folgendes tun: Atme zunächst normal durch. Atme anschließend langsam durch die Nase ein. Spüre wie sich deine Brust und Bauch ausdehnen, während du deine Lungen mit Luft füllst.

Vielleicht ist es hilfreich, wenn du eine Hand auf deinen Bauch legst, um besser zu spüren, wie er sich ausdehnt. Zähle während dem Einatmen bis 4. Halte den Atem bis 4. Atme dann langsam durch Mund oder Nase aus und zähle ebenfalls bis 4. Versuche so 6-10 tiefe und langsame Atemzüge pro Minute und du wirst merken, wie sich dein Körper entspannt und deine Stimme wieder sicherer wird.

Wenn du mehr für deine  Stimme tun möchtest, dann nutze meinen Warm-Up Kurs.

Dort erfährst du, wie du deine Stimme optimal in Schwung bringst und dein gesamtes Stimmpotenzial ausschöpfst- für eine klangvolle und überzeugende Stimme.

Mehr Infos dazu gibt`s hier!

Sei deine Stimme!

ANNA